Kathrin Fahrni
09 Dec
09Dec

Sobald der Bund die Herstellung von Absinth erlaubt hatte, machte sich Ueli Hagen an die Arbeit. Morgen Samstag darf man degustieren.

HÜTTWILEN - Ueli Hagen brannte als einer der Ersten in der Schweiz Whiskey, nun wagte er sich an Absinth, das Getränk, das erst im Frühling dieses Jahres legalisiert wurde. Die Herstellung von Absinth unterscheidet sich kaum von Hagens anderen Aufträgen, die er als Betreiber der Lohn- und Gewerbebrennerei ausführt. Die Kräuter für die Absinth-Gewinnung bezieht er aus einer Drogerie, denn hierzulande wächst kein Wermuth, und davon braucht es am meisten. Die Kräuter setzt Hagen mit neutral schmeckendem Trinkalkohol an, nach zwei Tagen wird gebrannt. 25 Liter sind auf dem Seehof bereits entstanden. Eigentlich, sagt Hagen später, sei der Trinkalkohol so neutral doch wieder nicht, er wolle dem Absinth ja seine persönliche Note geben. Absinth wird auch als «Grüne Fee» bezeichnet, doch in Hagens 2-Deziliter-Flaschen sieht das gebrannte Wasser auch wie Wasser aus. «Der Grünstich verliert sich nach dem Abfüllen.» Entkorkt Hagen eine Flasche, riecht man Anis, erahnt Pfefferminze und Zitrone. Getrunken wird Absinth verdünnt mit Wasser.
Durch das Wasser erhält der Klare eine milchige Farbe. 


Landwirt und Schnapsbrenner Ueli Hagen, hier mit Tochter Rebecca, lädt am kommenden Samstag auf den Hüttwiler Seehof zur Absinth-Degustation ein.

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